Jakobswege in Oberfranken: Coburg - Bamberg - Nürnberg und Hof - Bayreuth - Nürnberg
Der historische Pilgersammelpunkt St. Jakob in Nürnberg ist das Ziel dieser beiden Wege durch Oberfranken. Im Mittelalter gab es von Mitteldeutschland her vermutlich zwei Hauptverbindungswege: Einmal die Nürnberger Geleitstraße über Coburg und Bamberg nach Nürnberg. Zum anderen die von Leipzig kommenden Reichsstraße Via imperii über Hof und Bayreuth nach Nürnberg. Für diese beiden Varianten haben sich die Initiatoren der Wege durch Franken entschlossen.
Die Route von Coburg über Bamberg bis Kalchreuth,
wo beide Alternativen zusammen treffen, ist ca. 130 km lang, der Weg von Hof über Pegnitz nach Kalchreuth ca. 160 km. Von dort aus sind es noch 20 km bis Nürnberg.
Die erste Strecke von Coburg ab soll in Zukunft nördlich an den Weg Erfurt - Coburg angeschlossen werden. Von dem Weg Erfurt - Coburg ist bis jetzt nur die erste Hälfte der Wegstrecke festgelegt. Die zweite Strecke von Hof ab soll in der Zukunft nördlich an die Via Imperii von Leipzig her kommend angeschlossen werden. Die Strecke Leipzig - Zwickau - Hof (Jakobswege in Sachsen) ist noch nicht beschildert.
Ab Nürnberg geht es weiter Richtung Rothenburg o.d.T. und dann weiter nach Rottenburg am Neckar und Thann im Elsass. Oder es besteht die Möglichkeit, auf dem Weg Nürnberg-Bodensee zu pilgern und vom Bodensee aus über Einsiedeln durch die Schweiz nach Genf zu laufen.
Der Weg von Hof nach Nürnberg wird ausführlich vorgestellt auf der DVD "Pilgern vor der Haustür".

An der katholischen Marienkirche in Hof mit der Pilgertafel beginnt der Pilgerweg Hof - Bayreuth - Nürnberg. An dieser Stelle stand im Mittelalter das Pilgerhospiz Zum Pilgrim.

Der Jakobsweg von Hof über Bayreuth nach Nürnberg wurde am Jakobstag, den 25. Juli 2009 in Marktschorgast eröffnet. Vorne links die Regionalbischöfin Dr. Dorothea Greiner und Pfarrer Michael Thein, der Initiator dieses Weges.
