Startpunkt dieses Jakobswegs ist die schon im Mittelalter wichtige Pilgerstation Nürnberg, die im Schnittpunkt verschiedener Pilgerwege liegt. Von Prag kommt ein Weg über Tillyschanz nach Nürnberg und führt weiter nach Rothenburg o.d.T. Aus nördlichen Richtungen kommen die Oberfränkischen Wege von Hof bzw. Coburg. Nach Süden führt der hier beschriebene Weg zum Bodensee und nach Einsiedeln in der Schweiz.

Der Jakobsweg verläuft zunächst landschaftlich abwechslungsreich durch das fränkische Hügel- und Seenland über Gunzenhausen (am Altmühlsee) nach Oettingen. Dort gibt es die Möglichkeit, auf den Augsburger Weg zu wechseln, über den man nach Bregenz und dann in die Schweiz kommt.

Sonst geht es über das Nördlinger Ries nach Neresheim im Härtsfeld, dem östlichsten Teil der Schwäbischen Alb. Wer direkt nach Frankreich pilgern möchte, kann von Neresheim nach Rottenburg abzweigen, um dann über die Burgundische Pforte nach Burgund zu pilgern.

Südwärts weiter erreicht man das Donautal. Auch die Münsterstadt Ulm war im Mittelalter eine wichtige Zwischenstation für die Pilger. In Steinhausen kann man die "schönste Dorfkirche der Welt" besichtigen, das sogenannte Gesellenstück von Dominikus Zimmermann, der als Meisterstück die berühmte Wieskirche erbaut hat (siehe Münchner Jakobsweg). Weiter geht es durch das barocke Oberschwaben und zu den Obstanbaugebieten am Bodensee. In Brochenzell zweigt eine Variante ab, auf der man in Nonnenhorn das "Schwäbischen Meer" erreicht. Sonst geht es weiter nach Meersburg und mit dem Schiff über den See nach Konstanz. Dort schließt sich der "Schwabenweg" nach Einsiedeln an. Er gehört zum Schweizer Jakobsweg ViaJacobi, der weiterführt nach Genf und zur Via Gebennensis in Frankreich.

Der Weg von Nürnberg nach Konstanz wird ausführlich vorgestellt auf der DVD Pilgern vor der Haustür – Jakobswege in Deutschland.

Bilder vom Weg Nürnberg – Konstanz finden Sie in der Bildergalerie. Bitte klicken Sie auf die kleinen Bilder, um sie groß darzustellen. Mit den Pfeilen blättern Sie nach vorne oder zurück.

Weitere Informationen:

Für die Pflege und Betreuung dieses Weges ist die Deutsche St. Jakobus- Gesellschaft e.V. zuständig. Eine kurze Wegbeschreibung finden Sie unter:
www.deutsche-jakobus-gesellschaft.de

Eine weitere Wegbeschreibung finden Sie hier:
www.pilgern-bayern.de

Pilgerführer:

Von Gerhilde Fleischer, die diesen Weg erschlossen hat und betreut, sind vier kleine Pilgerführer erschienen, die den Weg abschnittsweise beschreiben. Bezugsquellen über den lokalen Buchhandel finden Sie hier.

Weitere Pilgerführer und Pilgerliteratur unter
www.buchhandel.de