Pilger, die aus Polen oder Sachsen nach Prag kommen, haben zwei Möglichkeiten für ihren weiteren Weg: Einmal die Nordvariante nach Tillyschanz, die nach Nürnberg und Rothenburg o.d.T. führt, oder die hier beschriebene Südvariante nach Eschlkam, die über Regensburg nach Donauwörth führt.

Von Prag bis zur Burg Karlstein verläuft die Südvariante gemeinsam mit der Nordvariante. Dann geht es auf gut gekennzeichneten Wanderwegen südwestlich über Príbram, Nepomuk und Klatovy zur böhmisch-bayerischen Grenze bei Eschlkam.

Ab der Grenze ist der "Ostbayerische Jakobsweg" mit der blau-gelben Muschel markiert. Er führt über den Bayerischen Wald nach Regensburg, dann über Kelheim und Eichstätt nach Donauwörth. Für Radfahrer gibt es eine parallele Wegmarkierung, die sich an die Radwanderwege der Region anlehnt, aber die Kirchen und Sehenswürdigkeiten des Jakobswegs mit einschließt. 10 km nach Kelheim zweigt ein Jakobsweg über Pfaffenhofen und Dachau nach Stegen am Ammersee ab (siehe Münchner Jakobsweg).

In Donauwörth kann es auf dem Augsburger Jakobsweg in Richtung Bodensee und Schweiz weiter gehen. Wer lieber über Burgund pilgern möchte, kann in Gaisheim nach Harburg abzweigen, auf dem Alb-Nordrandweg HW1 nach Anhausen wandern (gelbe Linie) und dann von Neresheim nach Rottenburg und zur Burgundischen Pforte pilgern.

Weitere Informationen:

Für die Pflege und Betreuung dieses Weges ist die Fränkische St. Jakobus-Gesellschaft in Würzburg zuständig. Sie bietet Pilgerberatung an, stellt Pilgerausweise aus und informiert ausführlich über diesen und andere Jakobswege:
Tschechische Südvariante
Ostbayerischer Jakobsweg

Pilgerführer:

Pilgerführer für diesen Weg sowie Bezugsquellen im lokalen Buchhandel finden Sie unter
www.buchhandel.de